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Auf der Erde leiden gleich viele Menschen an Hunger wie an Übergewicht, wie aus einem Bericht des “Worldwatch Instituts” hervorgeht. Die Studie mit dem Titel “Globale Epidemie Fehlernährung” wurde Anfang März veröffentlicht.
Während die Zahl der Hungernden in den vergangenen zwei Jahrzehnten weltweit auf 1,2 Milliarden leicht gesunken sei, sei die Zahl der Dicken auf dieselbe Summe gestiegen. Von den 1,2 Milliarden Menschen, die an Unterernährung leiden, sind den Autoren Gary Garnder und Brian Halweil zufolge rund 150 Millionen Kinder in den Entwicklungsländern.
Die Folgen des Hungers und der Fettleibigkeit ähnelten sich, führen die Autoren aus: Sie reichen von zahlreichen Krankheiten und Behinderungen bis zur geringeren Lebenserwartung, so dass beide Formen der Fehlernährung insgesamt die Produktivität eines Landes bremsten.
Auch die USA sind vor dem Phänomen Mangelernährung nicht geschützt: Bei rund zehn Prozent der Haushalte war nach Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) 1998 die Nahrungsmittelversorgung nicht gesichert. Den hungernden Menschen stehen in den USA jedoch die zahlreichen Dicken gegenüber. So lag 1997 jeder zweite Amerikaner über seinem Normalgewicht, einer von fünf war fettleibig. Alarmierend war die Entwicklung bei den Kindern, von denen jedes fünfte 1998 über dem Normalgewicht lag oder regelrecht fettleibig war.
Nach Angaben der Experten ist das eine Zunahme um 50 Prozent binnen zwei Jahrzehnten. Die Zunahme der Fettleibigkeit führten die Experten vor allem auf eine Ernährung mit zu viel Zucker und Fett und mangelnde Bewegung zurück. Nach Angaben eines Wissenschafters an der Harvard-Universität kostet das verbreitete Übergewicht der Bevölkerung die USA direkt und indirekt mit jährlich 118 Milliarden Dollar mehr als doppelt so viel wie die Folgen des Tabakkonsums.
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