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Diätvergleich, Low-Fat Diät!

August 5th, 2010 | Posted by Martin in Allgemein | Diätvergleich

Der Begriff Low-Fat (engl.: „wenig Fett“), auf Deutsch Fettminimierung, ist eine, bei der der Fettanteil der Nahrung begrenzt wird. Bei einigen Low-Fat-Diäten liegt dieser Wert bei 30 Prozent („Low Fat 30“) der aufgenommenen Brennenergie.

So funktioniert’s: Die Grundidee der Low Fett Diät, eben wenig Fett, ist denkbar einfach. Der Mensch braucht die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, allerdings nur in kleiner Menge. Da es sich um essentielle Fettsäuren handelt, die der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen diese dem Körper über die Nahrung zur Verfügung gestellt werden. Nur übertreiben wir es gerne mit der Fettzufuhr.Bei der Low Fett Diät geht es um Fett, beziehungsweise um die Reduktion des Fetts. Es geht nicht darum, Kalorien zu zählen oder das Fett auszumerzen, sondern lediglich darum, ein gesundes Maß an Fett aufzunehmen. Ganz ohne Fett könnte unser Körper nicht lang überleben. Auch um Vitamine verarbeiten zu können, wird Fett benötigt. Ohne diese Vitamine stellen sich schnell Mangelerscheinungen und Krankheiten ein. Durch die Low Fett Diät kann man selbstverständlich einige Kilos verlieren. Hinzu kommt aber, dass diese Diät vor Erkrankungen schützen kann. Insbesondere das Risiko für Herzinfarkt, Arteriosklerose und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt deutlich ab.

Das sagt die Wissenschaft:

Wissenschaftlich ist diese Diät nur zu empfehlen. Sie entspricht den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) – vorausgesetzt, Sie verwenden bevorzugt Pflanzenfette. Sonst kann es schnell zu einem Mangel an lebenswichtigen Fettsäuren kommen. Die strenge Grenze von 30 Gramm Fett lässt sich mit herkömmlichen Rezepten kaum einhalten, denn üblicherweise essen Menschen viermal so viel Fett. Von den Low-Fat-Rezepten können Sie sich kleine Fett-Spar-Tricks abschauen, um damit auch mit den eigenen Rezepten abzuspecken.

Info:

Ein Gramm Fett enthält 9,3 Kilokalorien. Kohlenhydrate und Proteine enthalten hingegen jeweils nur ca. 17,2 kJ (4,1 kcal) pro Gramm. Somit kann bei gleicher Nahrungsmittelmenge die Joulezufuhr gesenkt werden, indem Fett durch Kohlenhydrate oder Eiweiße ersetzt wird. Dabei ist zu bedenken, dass die Joulezufuhr der wesentliche Faktor bei der Beeinflussung des Körpergewichts ist.

Entscheidend für eine Gewichtsreduzierung ist, wie bei sämtlichen anderen Diäten auch, über einen längeren Zeitraum eine negative Energiebilanz insgesamt zu erzielen, also insgesamt weniger Kalorien aufzunehmen als verbraucht werden. Die Reduktion des Fettanteils bewirkt nichts, wenn die Zufuhr an Kohlenhydraten zu hoch ist. Möglich sind Heißhunger-Attacken, die auf eine Unterversorgung an essentiellen Fettsäuren zurückzuführen sind. Dem kann entgegen gewirkt werden, indem dem Körper einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren zugeführt werden. Meistens entsteht Heißhunger allerdings als Folge eines stark abgesunkenen Insulinspiegels auf Grund eines akuten Kohlenhydratmangels.

Eine zu starke Begrenzung der Fettzufuhr – auf längere Zeit weniger als 20 Prozent – ist eine Form der Mangelernährung und führt zu gesundheitlichen Schäden, vergleichbar einer Hungersnot.

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