Diät-Blog
Header

Diätvergleich, Fasten als Diät!

Juli 30th, 2010 | Posted by Martin in Allgemein

Der Vergleich ist folgendermaßen aufgebaut: Ernährungswissenschaftlichen Bewertung des Diättyps und Diät-Ablauf. Grundsätzlich umstrittenen Diättypen werden nicht vorgestellt.

Fasten als Diät

Je schneller, desto besser? Das klappt nicht wirklich! Das sagt die Wissenschaft: Mit Crash- und Fastenkuren macht man sich das Leben unnötig schwer. Denn der Körper schlägt Übergewichtigen bei radikalen Null-Diäten ein biologisches Schnippchen: Er interpretiert das Fasten als “Hungersnot” und fährt den Stoffwechsel herunter. Der Grundumsatz geht dann gegen Null und bleibt so bis zu acht Wochen lang nach einer Fastenkur! Isst man also nach einer kurzen Fastenzeit wieder normal, nimmt man schneller zu als vorher. Der Jo-Jo-Effekt ist programmiert und Ess-Störungen sind möglich. Fasten-Diäten sind zudem nichts für Berufstätige.

Auch bei einer Null-Diät nimmt man in einer Woche nicht mehr als zwei Kilo ab. Abgebaut wird dabei vor allem Eiweiß und damit Muskelmasse. Das führt zu stickstoffhaltigen Verbindungen im Körper, die für Menschen mit Nierenfunktionsstörungen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährlich werden können. Fastenkuren helfen nicht bei der Umstellung der Ernährung und spülen wichtige Mineralstoffe aus dem Körper. Überlassen Sie das Fasten lieber Asketen oder Gläubigen.

So funktioniert’s:

Fasten beginnt und endet meistens mit einer bestimmten Anzahl an Obsttagen. Dazwischen nimmt man sehr wenig Nahrung zu sich oder nur Flüssigkeit: Erlaubt sind kalorienfreie Getränke wie Wasser, Kräutertee, Obstsäfte, manchmal auch Vitamin- und Mineralstoffpräparate. Auf Kaffee, schwarzen Tee, Nikotin, andere Genussgifte und Abführmittel soll man verzichten. Um den Darm durchzuspülen werden Einläufe und Glaubersalz empfohlen.

Überblick

Fastenkuren

  • Kalorienfreie Getränke, Einläufe und Glaubersalz: So funktionieren auch das “Das heilende Fasten” nach Otto Buchinger und “Wie neugeboren durch Fasten” von Hellmut Lützner/Helmut Million.
  • Die Darmreinigung nach F. X. Mayr setzt auf trockene Semmeln, löffelweise Milch, viel Flüssigkeit und Glaubersalz. Mehr als gründlich kauen lernt man bei dieser Diät nicht. Essenzielle Nährstoffe fehlen. Die These von der Übersäuerung des Körpers und einer Ansammlung von Schlacken, die beseitigt werden müssten, bestreiten Ernährungswissenschaftler.
  • Bei der Magischen Kohlsuppe von Marion Grillparzer gibt es Kohl satt. Eine Woche lang schlürft man verschiedene Kohlsuppen-Varianten, Obst und Eiweißshakes. Der Kohlgeruch ist nicht jedermanns Sache. Ein Sportprogramm ist vorhanden. Achtung bei empfindlichen Mägen: Kohl kann schnell zu Blähungen, Magenschmerzen und Durchfall führen. Die Kohlsuppen-Diät eignet sich nicht als Dauerernährung, kann aber zum Überdenken der bisherigen Lebensgewohnheiten anregen. Sogenannte Mono-Diäten wie die Kohlsuppen- oder Ananas-Diät sollte man nicht längere Zeit durchexerzieren, da sie zu Mangelerscheinungen führen können und man durch die Nahrungs-Monotonie nichts dazulernt.

 

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 You can leave a response, or trackback.

Leave a Reply